Royal Enfield Classic 350

Begebenheiten und Touren


Dinkelsbühl und Bodensee

Es sollte Südtirol werden …
Das Timmelsjoch seit einer Woche auf, aber nur mit Winterreifen oder Ketten, dann wieder auf oder auch nicht …
Wir starten erstmal und entscheiden dann nach Lage und Kondition.
Es läuft wunderbar! Bis zu 100 km/h sind kein Problem.

Pause in Marktbreit …

Marktbreit Pause

… dann weiter bis Dinkelsbühl.
Direkt vor der Stadt liegt der "Dinkelsbühler Hof".
Gar nicht mehr neu, aber nett und ursprünglich mit schönem Biergarten direkt an der Straße vor einer Werkstatt!
Und ich darf in der Fahrradgarage parken!

Dinkelsbühler Hof

Dinkelsbühler Hof Garage

Die Altstadt von Dinkelsbühl ist schon beeindruckend. Alles noch original und stilvoll präsentiert.
Rundgang durch die ganze Stadt, am Abend lecker im Hotelbiergarten gespeist und dann zu einer Nachtwächterführung.
Auch Dinkelsbühl wird aber am Abend früh geschlossen.

Dinkelsbühl
Dinkelsbühl Nachtwächter
NW in Dinkelsbühl

Zweiter Tag:

Nach Anruf am Timmelsjoch und Kontrolle des sog. Wetterberichtes habe ich mich dann für den Bodensee entschieden.
Es gab noch einen kleinen Stopp in Ulm, aber inklusive des Münsters war hier alles völlig verbaustellt.
(Allerdings gab es einen Motorradparkplatz ganz nah am Münster .. geht doch!)
Schnell weiter nach Wasserburg, denn das hatte ich als wunderschön in Erinnerung.
Ich hatte Glück, denn in dem wunderbaren Hotel "Seemann" bekam ich wieder ein Zimmer für 2 Nächte.
Spaziergang, Strandruhe, Pizza, Bett.



Wasserburg 26

Wasserburg Hafen

Wasserburg Strand

Wasserburg Abend

Dritter Tag:

Rund um den See war mein Plan.
Bei herrlichstem Wetter los nach Lindau …
In der Stadt war neben den Fahrradständern noch genügend Platz für meine Kleine.
Gerade als ich sie aufbockte kam ein Polizist und bat mich überaus höflich und mitfühlend,
das Moped hier nicht hinzustellen. Es sein zwar Platz, kein Mensch da und verboten sei es auch nicht.
Aber es gäbe in der Stadt extra eine "grüne" Polizei, die nur auf so etwas wartet um Anzeige zu erstatten:
"Fahrräder sind das höherwertige Verkehrsmittel und minderwertige Verkehrsmittel dürfen nicht in der Nähe dieser abgestellt werden".
Er rollte mit den Augen und meinte es nur gut mit mir!
Motorfahrzeuge müssen also vor der Stadtmauer (das gab es schon mal!!!) abgestellt werden, weil die Fahrradlobby so eine Vorschrift erlassen hat.
Ich als "minderwertiger" Verkehrsteilnehmer bedankte mich nett bei dem Mann und suchte dann eiligst das Weite.
So weit sind wir gekommen …

Am Rand von Lindau fragte ich mutig eine Gruppe junger Biker auf heißen Maschinen nach dem Pfänder.
Die waren sehr nett und beschrieben mir den recht versteckten Weg hinauf auf den Berg.
Abschiedsgruß: "Immer hart am Gas bleiben!" haha
Tolle ganz schmale Panoramastraße und kleine Wanderung zum Aussichtsgipfel. Hat sich gelohnt!


zum Pfänder

Die Schweizer Seite ist nicht schön, denn am Ufer führt die Bahn entlang und statt idyllischer Dörfer sind da ausgedehnte Industriegebiete. Dafür gibt es eine auffällige Fahrradstraße am Ufer entlang, die sehr gut angenommen wird.
Wirklich große Gruppen von Rentnern mit Helm und Weste, ich habe mal über 30 gezählt, schleichen da mit großen E-Bikes wackelnd entlang. Jedes dieser Gefährte ist teurer als mein Moped!!!
Bei einer Pause am Seeufer saß neben mir eine junge Rennradfahrerin mit langem blonden Pferdeschwanz.
Sie kam aus München und fuhr auch um den See. Sie war völlig genervt von diesen Pedeleckern.
Immer wenn sie von hinten auf eine der großen Gruppen auffuhr und freundlich klingelte um zu überholen, blockierten diese Rentner trotzig nebeneinander fahrend den Radweg. Schaffte sie es dann doch irgendwie vorbei, schimpften und pöbelten die Behelmten auf übelste Weise. Klar, es sind ja die "höherwertigen" Verkehrsmittel.



am CH Ufer

Radfahrer auf der Fähre sind nicht besser. Statt nacheinander gesittet über die Rampe zu fahren wird gedrängelt, geschubst und bitterböse unter dem Helmchen hervorgelugt. Passt man nicht auf sein Hab und Gut auf, dann lassen sie auch schon mal ihre Monsterräder dagegen knallen! Peinlich, wenn meine Oma …

Beim Verlassen der Fähre dann Kampf! Jede Oma und jeder Opa will zuerst runter um dann wackelnd direkt vor dem zwangsweise nachfolgenden Verkehr herzueiern. Die Bediensteten der Fähre bedauerten mich: "Bleiben Sie lieber dahinter, die schlagen sonst um sich. Wer so ein Helmchen trägt, hat immer Recht!?!"

Das ist auch meine Theorie:
Man setzt den Alten eine goldgelbe Krone auf und stattet sie mit allerlei Privilegien im Verkehr aus!
Die nehmen dann Impfungen, Bevormundungen und 48% Rente gerne hin … als König!


auf der Fähre CH-D



Wasserburg mit altem Schiff

Rückweg dann 700km durch. Nur eine leckere Bratwurstsemmel in Rothenburg und der Heimat entgegen …

Bratwurst Rothenburg


Tour geschafft